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Frank Schneider / Michael ReinzIn Vorbereitung ist die 1200-Jahr-Feier des Treffurter Stadtteils  Großburschla, die vom 23. bis 25.  Juni begangen wird. Eine Urkunde in Fulda dokumentiert die Datierung des Ereignisses, wo ein Ort „Brustlohen“ nachzulesen ist. Also vom heutigen Großburschla, darin  sind sich die Historiker einig.

Eigens aus diesem Anlass gründete sich der Traditionsverein 2015 in Großburschla mit Ortsteilbürgermeister Frank Schneider als Vorsitzendem.

 Die Schirmherrschaft fürs Jubiläum übernahm Treffurts Bürgermeister Michael Reinz. Der Verein bleibt auch über die Feierlichkeit hinaus bestehen.

In wesentlichen  Teilen   steht das Festprogramm, das auf ein Wochenende beschränkt bleibt.   Am Freitag fällt der Startschuss mit einem Gottesdienst, und im Anschluss wird zum Kommersch ins Festzelt eingeladen, das auf dem  Schenkeplatz aufgestellt sein wird. Gleichzeitig findet an diesem Abend im Zelt auf dem Sportplatz ein Tanzabend  mit Diskomusik statt.

 Der Samstag startet mit einem Frühschoppen, der musikalisch von den „Heubergmusikanten“ aus Wendehausen gestaltet wird. Dann setzt der Festtrubel in der ganzen Ortschaft ein. 

Auf einen Festumzug verzichtet man, dafür gibt es an zwei Tagen einen „stehenden Umzug“. Verschiedene Höfe sind geöffnet und unterbreiten ein Angebot. Aber es gibt auch Punkte, wo  Erlebnisprogramme zu erleben sind.  So finden  Ritterspiele mit Mittelalterleben am Stiftsgebäude statt. Die Grünanlage „Schulplatz“ zeigt sich als Kindertraumland mit Hüpfburg, Kinderschmied und Trampolin.

 Geöffnet ist  das Heimatmuseum, wo es neben historischen Informationen noch Kaffee und Kuchen gibt.

Bei der Ausrichtung des Jubiläums ziehen alle Vereine mit, bestätigt Frank Schneider. Mit einer Abendtanzveranstaltung klingt der Sonnabend  aus. Auch der  Sonntag bietet einen Frühschoppen – diesmal mit den „Falkener Musikanten“, wobei bei beiden Morgenrunden die Schützenvereine  Treffurt und Großburschla mit Kanonenschießen  eröffnen.

Erneut können die Besucher durch den Ort wandeln und die verschiedenen Aktionspunkte anlaufen. Der Abend klingt im Festzelt mit den „Pfundskerlen“ aus Tirol und einem Höhenfeuerwerk aus – und damit auch das Großburschlaer Jubiläum.

Zweimal monatlich trifft sich  der Vorstand vom Traditionsverein. Es müssen Verträge besprochen und abgeschlossen werden. Das Programm steht, nun müssen die einzelnen Punkte verteilt werden. Vereine aus der Nachbarschaft wurden ebenfalls angesprochen. So sagte beispielsweise die Treffurter Feuerwehr ihre Hilfe zu. Außerdem gründete sich eine Laienspielgruppe unter dem Dach des Traditionsvereins unter Leitung von Theresa Deinert. Ein Stück um den Räuber Henning ist geschrieben und wird einstudiert. An beiden Festtagen wird das Spiel aufgeführt. 

Kostüme sind ebenfalls zu organisieren, da sich   Einwohner bereit erklärten, altertümlich im Ort unterwegs zu sein. Ausstellungen zur Heimatgeschichte werden des Weiteren  gestaltet. So eine bemerkenswerte Kunstausstellung der Fotografin Mahsa Esmaeili Merten aus dem Ruhrgebiet. Sie interessierte sich für die DDR-Grenzzeit und fotografierte an vielen Stellen von Großburschla. 

In Vorbereitung  sind  außerdem eine   NVA-Fahrzeug-Ausstellung mit einigen Exponaten aus dem  Grenzmuseum „Schifflersgrund“ und eine landwirtschaftliche Schau auf dem Hof der Familie König.

 Nicht unerwähnt bleibt, dass die Brüder Mario und Hagen Kling ein Kalb großziehen, das zum Fest am Spieß vom Gesangsverein 1868 zubereitet wird. Der Frauenchor kümmert sich um das Kindertraumland und sorgt für Kaffee sowie Kuchen. Der Harmonie-Chor übernimmt den Hof der Obermühle und richtet dort einen Bauernmarkt ein.  Und Freizeitkünstler Oskar Csincsura kündigte eine Überraschung dank seiner Schnitzfertigkeiten  an. 

Bürgermeister Michael Reinz sicherte zu, dass bis zum Jubiläum noch verschiedene Arbeiten im Ort erfolgen wie die Erneuerung vom  Geländer am Holunderbach zwischen Töpfergasse und Marktstraße. Bröckelnder Putz an einer Mauer vom Stiftsgebäude wird ebenfalls beseitigt.  Mit dem Straßenbauamt Südwestthüringen ist man im Gespräch, damit Straßenbelag ausgebessert wird. Außerdem stellt die Stadt Farbe zur Verfügung für Verschönerungsarbeiten in Eigenleistung durch die Bürger. Und der Traditionsverein bekommt im Stiftsgebäude ein eigenes Zimmer.

 

Von Heiko Kleinschmidt