einweihung radweg volterodaZur Eröffnung des neuen Radweges kamen 150 Menschen 

Schrapfendorf (rüd)

Einen solchen Menschenauflauf hatte das alte Gehöft 'Schrapfendorf' zwischen Volteroda und Schnellmannshausen lange nicht erlebt und noch am Morgen sah es bei Regen und Sturm noch nicht so aus, als würden sich zur offiziellen Eröffnung des neuen Radweges viele hierher verirren. Doch just in Richtung 14°° Uhr hörte der Regen auf und der Platz vor dem Gut füllte sich zusehends. Alles was Räder hatte, vom behindertengerechten Rollstuhl bis zum Rennrad, Tandem oder Kinderwagen war angerollt, dazu noch viele Gäste mit dem Auto oder zu Fuß.  Beginnend mit der schwungvollen Musik der Original Heldrastein Musikanten, wurde die feierliche Eröffnung  des Radweges ein wirklicher Höhepunkt. 'Vorbei mit der schönen Ruhe', richtete Bürgermeister Michael Reinz dann auch scherzhaft die ersten Worte an Familie Deisenroth, die Bewohner des großen Gehöftes, nahm dann aber erst einmal Bezug auf die traurigen Geschehnisse in Frankreich am Abend zuvor und bat um ein kurzes Innehalten zum Gedenken daran. 

 

Und dann hieß er erst einmal die zahlreichen prominenten Gäste willkommen, wie Landrat Reinhard Krebs mit Mitarbeitern des Landratsamtes, den Landtagsabgeordneten Marcus Malsch (CDU), Ehrenbürgermeister Bernd Rosenbusch, Nachbarbürgermeister Wolfgang Uth aus Ifta, die Vertreter des Straßenbauamtes Westthüringen aus Zella-Mehlis, des Planungsbüros, des Flurneuornungsamtes (ALF), der Agrargenossenschaft und der bauausführenden Firma 'Strabag'. Aus Schnellmannshausen war die betagte Seniorin Elsbeth Mengis (90) heraufgekommen, freute sich mit den begeisterten Gästen mit und hatte selbst ein paar Zeilen und ein Gedicht vorbereitet. So etwas hatte selbst der Landrat noch nicht erlebt, gab Reinhard Krebs erfreut zu, der aber auch ein paar Worte über das schwierige Gelingen des Projektes verlor. 2006 schon hatte Michael Reinz die Planungen aufgegriffen, die vor ihm schon Bürgermeister Bernd Rosenbusch und Beigeordnete Manuela Montag auf den Weg gebracht und verfolgt hatten. Eigentumsprobleme, Trassenführung, Zuständigkeiten und schließlich Mittelbereitstellung, hießen über einen langen Zeitraum die Problemfelder, die immer wieder zu beackern waren. Der bekannte Spruch 'Der Weg ist das Ziel' musste hier umgeschrieben werden und so war letztlich 'das Ziel der Weg', betonten Landrat und Bürgermeister gleichermaßen. Zumindest wurde es ein langer Weg bis zum Baubeginn am 20. Juli dieses Jahres. Und in einer wahren Teamleistung wurden fortan 450.000 Euro in den Weg investiert. 360.000 € davon trug das Straßenbauamt, 30.000 € das Amt für Landentwicklung und  Flurneuordnung (ALF) und 60.000 € die Stadt Treffurt. Das Landratsamt begleitete umfassend die Planungs- und Genehmigungsphasen. Dass sich dann auch noch das E-Werk Wanfried als Stromversorger der Stadt in die Maßnahme einbrachte, machte die Teamarbeit fast perfekt.  Ortsteilbürgermeister Timo Biehl dankte dann auch noch einmal allen, die stets daran geglaubt hatten und auch der Landrat gab ein großes Dankeschön an alle Beteiligten für die große Geduld weiter. Wenn dann auch noch der Rundkurs zum Werratal- und Herkulesradwanderweg über Ifta gelingt, „haben wir etwas Wundervolles erreicht“, lobte er die Attraktivität und Schönheit dieser Region.  Dass  Bürgermeister Reinz der Radweg aber auch für seine eigenen Bürger wichtig ist, machte seine kurze Schilderung des tragischen Unfalls eines Volterodaer Jungens vor vielen Jahren deutlich, der ihn sichtlich berührte. 

 

Nur kleine Arbeiten am Weg stehen jetzt noch aus, wie die Beschilderung, ein paar Geländer und Ausgleichspflanzungen, welche aber die Nutzung des Radweges nicht weiter beeinträchtigen. Das zeigte sich auch am Samstag und schon an den Tagen zuvor, als der Weg schon rege genutzt und das Ziel erreicht war. 

 

 

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