Keine Tanzlinde sondern eine Tansania Linde wurde zum ökumenischen Gemeindefest gepflanzt
Schon im letzten Jahr war das von Protestanten und Katholiken gemeinsam vorbereitete ökumenische Gemeindefest ein wunderbares Erlebnis und auch für dieses Jahr hatte sich der Vorbereitungskreis wieder einiges für die Gläubigen der Stadt und ihre Gäste ausgedacht. Da sprach zunächst auch Bürgermeister Michael Reinz im Pfarrhof der evangelischen Kirche von den gemeinsamen Anstrengungen, Erlebnissen und Hilfeleistungen in der Stadt und skizzierte da den wichtigen Dienst am Menschen, ob in der Verwaltung , in den Kindereinrichtungen oder durch die Freiwilligen Feuerwehren. Er hob dabei auch den hohen Stellenwert von Ehrenamt und Freiwilligkeit heraus, was zugleich auch das Motto des ökumenischen Festes -'unsere Hilfe steht'- traf. Dass Hilfe auch über Grenzen hinausgeht, machte Pfarrer Torsten Schneider deutlich, denn die evangelische Kirchgemeinde pflegt schon seit 20 Jahren enge Kontakte nach Tansania. Pfarrer Metta von dort hatte in der Vergangenheit auch schon Treffurt besucht und ihm blieb es wichtig den Kontakt hierher aufrechtzuerhalten. Inzwischen haben die Treffurter auch schon kleine wichtige Projekte wie Wasserleitungs- und Brunnenbau in der Partnergemeinde mit gefördert. Die beiden Treffurter Kirchgemeinden hatten sich nun in Absprache mit Pfr. Metta auf das Pflanzen eines Baumes geeinigt und während in der tansanischen Gemeinde heute ein Blackberry Baum gepflanzt wurde, hatte der Bürgermeister aus Oberdorla eine gut gewachsene Linde abgeholt. Im Pfarrgarten, gegenüber der Katholischen Kirche fand die nun ihren Platz. Viele Gäste hatten sich vom unteren Pfarrhof mit auf den Weg herauf gemacht, um den besonderen Pflanzakt mitzuerleben. Denn nicht die Erwachsenen, sondern die Kinder waren das Pflanzpersonal, denn sie hauptsächlich werden es sein, die später einmal im Schatten der dann großen Linde sitzen und erzählen können. Mit Schäufelchen und teils bloßen Händen warfen sie erst einmal Muttererde in das vorbereitete Pflanzloch, füllten nach dem Pflanzen das Loch wieder auf und gossen die Linde auch an. Mitarbeiter der Firma Rathgeber halfen dabei und richteten am Montag den Baum dann auch noch mit Baumpfählen aus. Natürlich wurde am Sonntag die Linde auch gleich eingesungen, denn während des Gießens erklang zum Posaunenspiel aus vielen Kehlen das bekannte Volkslied 'Am Brunnen vor dem Tore'. Und Pfarrer Torsten Schneider war sich gewiss, dass es in Tansania eine Gemeinde gibt, die auch für die Treffurter betet und umgekehrt ist das ebenso. Wieder in der Bonifaciuskirche angekommen, hatte der Vorbereitungskreis noch ein kleines Theaterspiel zum Thema Hilfe einstudiert. Anhand eines Autounfalls wurde da die häufig angetroffene 'Hilfeleistung ' und andererseits die Geschichte vom barmherzigen Samariter nachempfunden. Natürlich bot das auch noch Gesprächsstoff als man sich im Schatten der Zelte draußen vor der Kirche traf, dort sitzen, essen, trinken und miteinander reden konnte. 

 

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