Jugendhilfeeinrichtung Präzeptorei Schönberg vorgestellt

Den Bürgermeistern aus Treffurt und Wanfried, Michael Reinz und Wilhelm Gebhard, wurde kürzlich die Jugendhilfeeinrichtung Präzeptorei Schönberg in Schierschwende vorgestellt. Die Bürgermeister folgten damit einer Einladung des Einrichtungsleiters Sebastian Mader. Der 42-jährige Eschweger, selbst Sozialpädagoge, leitet die Einrichtung seit 2015. Ihm liegt am Herzen, dass die Bürgermeister der Region die Einrichtung kennenlernen und wissen, was dort geleistet wird.

Mit dabei war auch der Geschäftsführer der Dachorganisation Jugendwerkstatt Nova gGmbH René Scheibler. Die beiden Verantwortlichen stellten nicht nur das Konzept der Einrichtung vor, sondern führten die Lokalpolitiker auch durch alle Räumlichkeiten. Derzeit werden in der Einrichtung sechs Jugendliche im Alter zwischen 14 bis 18 Jahren betreut. Zwei davon im Rahmen der Hilfe zur Erziehung und vier straffällig gewordene Jugendliche, die mit der Einweisung in die Jugendhilfeeinrichtung einer Jugendhaftstrafe entgangen sind.

„In Kürze könnte ein siebter Jugendlicher dazu kommen", berichtet Mader. Insgesamt kann die Einrichtung zwölf Jugendliche betreuen. Die abgelegene Präzeptorei hat eine eigene staatlich anerkannte Schule und verfügt über eine Kreativwerkstatt sowie über weitere Aufenthaltsräume. Die Tage einschließlich der Wochenenden sind in einen festen Programmablauf eingeteilt. Insgesamt stehen den Jugendlichen zwölf Mitarbeiter einschließlich Küchenpersonal zur Verfügung. Die Kosten der Unterbringung tragen die jeweiligen zuständigen Jugendämter.

Neben der schulischen Ausbildung und der Betreuung auf den Grundstücken des weitreichenden Geländes der Präzeptorei stehen auch immer wieder Arbeitseinsätze in der näheren Umgebung an. Beispielsweise werden Ruhebänke, Handläufe und Treppenanlagen an Wanderwegen instandgesetzt und repariert. In Kürze steht auch der Heldrastein wieder auf dem Programm der Jugendlichen, wofür die beiden Bürgermeister sehr dankbar sind. „Das sind wertvolle Arbeitseinsätze für uns", so Gebhard und Reinz. „Einerseits entlasten die Einsätze der Jugendlichen die örtlichen Bauhöfe und verbessern so die Wanderinfrastruktur für unsere Gäste. Die Jugendlichen erleben zudem hautnah, wie aufwändig und arbeitsintensiv das Errichten und Erhalten solch öffentlicher Anlagen ist. „Das ist ein wichtiger Lernprozess", sind sich Reinz und Gebhard einig. Sie verabschiedeten sich mit einem guten Gefühl und hoffen, dass die Einrichtung noch zahlreichen Jugendlichen helfen kann, den richtigen Weg im Leben zu finden.

 

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