Der Treffurter Hans Schildberg erhält das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Zugleich hält er die Erinnerung an die Schrecken des Krieges wach.
Von 1993 bis 2010 war er hauptberuflich für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge tätig. Seit seiner Pensionierung führt er dieses Engagement ehrenamtlich fort.
Eine Aufgabe verlangt ihm dabei ganz besonders viel ab: die Suche, Bergung und Identifizierung von Kriegstoten. Immer wieder hilft Hans Schildberg bei Exhumierungen und Umbettungen oder führt diese eigenverantwortlich durch.
Damit gibt er Menschen ihre Namen zurück. Und er gibt Familien nach Jahrzehnten die Gewissheit, was mit ihren Angehörigen geschehen ist und wo sie ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.
Doch Hans Schildberg richtet seinen Blick nicht nur zurück.
Er geht in Schulen, hält dort Vorträge und präsentiert selbst konzipierte und selbst finanzierte Ausstellungen. Er hat sogar einen Film über den Raum Wolgograd gedreht. So vermittelt er jungen Menschen ganz konkret, welche Folgen Krieg hat – und welchen Wert Frieden besitzt.
Auch in seiner Heimatstadt Treffurt hält Hans Schildberg die Erinnerung wach. Seit vielen Jahren gestaltet er die Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag mit.
Bei den Haus- und Straßensammlungen wirbt er zudem um Unterstützung für die Friedensarbeit des Volksbundes.
Hans Schildberg verbindet Erinnerung mit Verantwortung. Sein jahrzehntelanger Einsatz gibt Angehörigen Gewissheit und kommenden Generationen eine wichtige Botschaft mit auf den Weg: Frieden ist niemals selbstverständlich.
Für sein herausragendes Engagement in der Kriegsgräberfürsorge erhielt Hans Schildberg in der vergangenen Woche das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Herzlichen Glückwunsch!

