Die Creuzburger Werrabrücke ist mit ihren sieben Bögen die älteste Natursteinbrücke nördlich des Mains. Die steinerne Brücke ließ Landgraf Ludwig IV. im Jahre 1223 erbauen. Seit alters her querte hier bei Creuzburg die vom Rhein über Meschede und Kassel kommende Heeres- und Handelsstraße, die "Lange Hessen", die Werra und führte nach Thüringen hinein. Hessen gehörte damals zur Landgrafenschaft Thüringen. Eine Brücke, hier an dieser Stelle, ermöglichte die Kontrolle von Handel und Verkehr und dessen Beeinflussung, denn weit und breit war dies der einzig sichere Werraübergang. Gerade wegen seiner strategisch bedeutungsvollen Lage hatte Creuzburg viel zu leiden, mehrfach wurde es eingeäschert. Auch im 2. Weltkrieg wurde die Brücke zerstört. 1986 wurde eine neue, den modernen Verkehrsanforderungen gerecht werdende Betonbrücke gebaut. Die alte Werrabrücke und die Liboriuskapelle bilden ein eindrucksvolles Zeugnis mittelalterlicher Baukunst.